Reisebericht  Mallorca 2004 - 2006

 

In den letzten drei Jahren war ich insgesamt viermal auf der Insel Mallorca, dort haben wir viele schöne Ecke entdeckt und lieben gelernt. Diese Insel hat viel mehr zu bieten als Ballermann 6 und El Arenal. Drei von vier Urlaube haben wir in einer Finca verbracht, der andere Urlaub war eine Familienurlaub in Cala d´or.

Die ersten zwei Fincaurlaube verbrachten in der Finca El Refugio in Esporles, diese Adresse hatten wir von einer Freundin. Die Lage von El Refugio war einfach traumhaft ,mitten im Tramuntana-Gebirge und vom Schwimming-Pool konnten wir bis Palma sehen

Der Familieurlaub 2005 verbrachten wir in Cal d´or. Der Nachteil dieses Ortes sind die kleinen Strandbuchten für den großen touristischen Ort. Doch da wir in den Herbstferien dort waren, war Cala d´or  recht leer.

Den dritten Fincaurlaub verbrachten wir in der Nähe von Monturi. Der Vorteil und der Nachteil dieser Finca war, dass sie an der Schnellstraße nach Manacor lag und man von dort in alle Ecken von Mallorca fahren konnte.

 

 

 

Küstentraumstraße C 710

 

Die C710 ist die Traumstraße vom Mallorca, sie führt von Port Andraxt bis nach Cap Formentor. Diese Straße führt fast die ganze Zeit an der westlichen Küste vorbei. Diese Küste ist hauptsächlich eine Steilküste, die an verschiedene Stellen an einen Strand führen. Man sollte einen ganzen Tag für diese Strecke einplanen, denn von Esporles bis Cap Formentor haben wir ca. 5 Stunden gebraucht, die Strecke von Esporles bis nach Port Andraxt dauert ca. 2 Stunde. Die Strecke nach Cap Formentor haben wir sehr genossen, da wir in diesem Urlaub zum ersten Mal ein Cabrio hatten. Die Strecke lässt sich gut fahren, bis auf zwei Stellen. Die erste Stelle war in der Nähe von Sa Colobra, als ein ganzer Stoß von Touristenbusse uns entgegen kamen und die letzten Km vor dem Leuchtturm, dort dürfen nur noch PKW fahren, doch an manchen Stellen ist die Straße schon sehr eng und es gibt nicht immer ein Straßenbegrenzung. Doch es lohnt sich, der Ausblick ist einfach traumhaft. Auf den Rückweg waren wir noch am Strand Formentor, da ab 17.00 das Parken kostenlos ist, aber ansonsten 5€ kostet. An diesem Strand  liegt auch das berühmte Hotel Formentor, in den schon Winston Churchill, Helmut Schmidt oder Peter Ustinov abgestiegen sind.

Die Strecke von Esporles nach Port Andratx ist auch eine sehr schön landschaftliche Strecke, sie führt auch an der Steilküste entlang. An manchen stellen sieht man noch die alten Wachtürme, von dort aus beobachten sie die Piraten und könnten dadurch rechtzeitig fliehen. Viele Dörfer gibt es nicht bis nach Andraxt nicht, doch in Banyalbufar waren wir einmal essen, damit ich einen Sonnenuntergang fotografieren könnte. In diesem Dorf gibt es ein Restaurant, welches in der gehobenen Küche kocht und man auch toll draußen essen kann. Als wir da waren, waren wir die einzigen Gäste. Diese Empfehlung hatten wir von dem Besitzer der Finca El Refugio. Wir haben dort wirklich gut gegessen und der Nachtisch war optisch und auch geschmacklich toll. Banyalbufar ist ein ruhiges Dorf, wo früher die bekannte Malvasier-Traube , aus den ein Dessertwein produziert wird, angebaut wurde, doch durch einen Schädlingsbefall im 19. Jahrhundert wurden die Reben zerstört. Erst seit kurzen wird diese Traube wieder angepflanzt.

 

 

Soller ,Deia, Valldemossa

 

An der C710 liegen auch ein paar wunderschöne Dörfer wie Soller, Deia und Valldemossa.

 

Soller liegt in ein Tal, in den Orangen- und Zitronenanbau betrieben wird. Dort kann man sehr leckere Orangeneis und auch leckerer frischen Orangensaft trinken. Von Soller starte auch die einzige Eisenbahn auf Mallorca nach Palma, genannt der „ Rote Blitz“. Wer sich diesen Name ausgedacht hat wurde ich gerne wissen, den die Holzbimmelbahn zuckelt durch Orangenhain vielleicht mit 30-40 km. Am Bahnhof fährt auch die Straßenbahn nach Port de Soller. Die Straßenbahn fährt teilweise so langsam durch Orange- und Zitronenhain, wenn noch Früchte hängen wurden, sie pflügen könnte.

 

Valldemossa ist ein kleines ruhiges Dorf, wenn man vor den Touristenbusse da ist. Bekannt ist das Dorf durch Chopin und seiner Geliebten George Sand, die einen Winter dort im Kloster verbracht haben. Wir haben uns nur den Garten vom Kloster angesehen und sind durch das Dorf geschlendert.

 

 

Deia ist ein kleines Bergdorf, welches teilweise noch sehr ursprünglich ist, anderseits von viel Künstler bewohnt wird. Die Häuser liegen an einen Berghang. Der Strand von Deia ist nicht leicht zu finden, an der Straße fährt man schon ziemlich schnell vorbei. Der Strand ist klein und ein Kiesstrand, liegt aber idyllisch in einer Bucht.

 

 

Lieblingstrände

 

Cala Llamp

Cala Llamp ist unser absoluter Lieblingsstrand, aber nicht für Liebhaber von Sandstränden. Dieser Strand ist ein Felsplateu, oberhalb diese Felsen liegt eine Beach Club, namens Gran Folies, in man zwischendurch gut etwas trinken und essen kann. Diese Bucht ist toll zum Schnorcheln und die meisten Bilder im Fotoalbum Unterwasserwelt sind dort auch entstanden. Die Artenvielfalt ist dort am größten.

 

Sa Rapita

 

Sa Rapita ist genau das Gegenteil von Cala Llamp, ein langer Sandstrand, eingebettet von Dünen und türkisbblaues Meer. Dieser Stand ist ideal für Kinder, weil er langsam abfällt und auch das Wasser ist an dieser Stelle sehr warm.

 

Besondere Orte

La Granja

 

La Granja ist ein Landgut, dort kann man besichtigen, wie der Adel früher lebte. Diese Landgut hat sich komplett selbst versorgt. Dort kann man noch viele Werkstätten sehen, wie eine Arztpraxis, ein Parfümlabor und eine Mühle. Man bekommt eine interessanten Einblick, wie früher gelebt und auch gearbeitet wurde. Bevor der Tourismus auf die Insel kam,waren diese Grundstücke sehr wertvoll und Meergrundstücke wurden nur an Jungfern und den letztgeboren vererbt.

Die Außenanlange besteht aus vielen alten Baumbeständen, einem schöne Garten und noch viel mehr. Doch der Eintritt ist mit 10€ (Stand 2005) sehr teuer, man kann zwar noch selbst produzierte Käse, Süßspeisen und noch mehr probieren, doch fand ich den Preis zu hoch.

 

Son Marriog

 

Son Marriog war der Landsitz des Erzherzogs Ludwig Salvator von Habsburg-Toskana, er lebte dort mit einigen Unterbrechungen von 1867 bis 1914. Heute ist es ein kleines Museum mit einer schönen Gartenanlage. In diesem Garten steht wahrscheinlich das bekannteste Foto-Objekt der Insel, ein kleiner Pavillon aus italienischem Marmor. Der Ausblick von diesen Fleck Erde ist einfach nur traumhaft und man könnte stundenlang dort sitzen und nur einfach das Meer beobachten. Die Gartenanlage besitzt einen kleinen Bach, der einen Teich speist und überall blüht der Oleander. Der Besuch diesem Landsitz lohnt sich, außerdem  ist der Eintritt von 3€ (Stand 2005) recht preiswert

 

Wir werden auch dieses Jahr wieder nach Mallorca fliegen und mit unseren Kindern zum ersten Mal einen Fincaurlaub in San Joan erleben. Wir freuen uns schon darauf.

 

 

Weitere Bilder sind im Fotoalbum Mallorca zu sehen