Schottland im Herbst 2009

 

Auch dieses Jahr ging es wieder zu unserem Traumziel. Eigentlich war dieses Jahr Schottland nicht geplant, doch manchmal ergeben sich die Dinge einfach. Die Reise sollte diesmal in Richtung Osten gehen, in die Cairngorms und wenn wir noch genug Zeit haben sollten, würden wir das Glen Affric erwandern.

Der Flug sollte erst spät am Abend gehen, so das wir auch kein B&B bekommen würden und wir ein Hotel in Edinburgh buchten mussten, den Mietwagen würden wir erst am nächsten Morgen am Flughafen abholen, daher sollte das Hotel in der Nähe des Flughafen liegen. Die Wahl fiel auf das Novotel Edinburgh Park, ca. 4 km vom Flughafen entfernt. Wir hatten es per Internet bestellt und durch den Frühbucherrabatt bekamen wir einen sehr guten Preis für dieses 4 Sterne Hotel. Ebenso erging es uns mit dem Flug, wieder flogen wir mit Ryanair diesmal für gerade 44 € für zwei Personen hin und zurück.

 

12.10.09

Kurz vor 24:00 Uhr kamen wir mit einem typisch englischen Taxi für 10 £ incl. Trinkgeld am Hotel an, das zwar in einem Gewerbegebiet liegt, aber dennoch sehr ruhig war. Das Einchecken ging schnell vonstatten, so dass wir nach ein paar Minuten schon auf unserem Zimmer waren. Das Zimmer war sehr modern eingerichtet, doch an diesem Abend brauchten wir nur noch unser Bett.

13.10.09

Unser Mietwagen hatten wir erst für 11.00 Uhr gebucht, so konnten wir alle Annehmlichkeiten des Hotels genießen, den Pool, ebenso das reichhaltige Frühstücksbuffet. Kurz vor 11.00 Uhr holten wir unser Auto ab und endlich ging es los.

Leider hatte ich bei der Internetbuchung zu Hause schon eingegeben, dass wir im Versicherungsfall keinen Eigenanteil zahlen wollten. Dies kostete 6 Pfund extra. Nun sollten wir für den 2. Fahrer 2 Pfund pro Tag extra zahlen, inclusive im Versicherungsfall keinen Eigenanteil zahlen zu müssen. Somit sollte ich in Zukunft bei der Internetbuchung zu Hause darauf verzichten zusätzliche Kosten zu erhalten, wenn es später alles zusammen im Paket gibt.

Für den heutigen Tag wollten wir an der Ostküste bis Stonehaven fahren. Wir fuhren über die Firth Forth Birdge und dann an der Küste entlang. In St.Monance machten wir eine Pause und wanderten ein kleines Stück den Fife Coastal Path Weg zu der Ruine von Newark Castle. Wir  schauten uns dort um und gingen dann wieder zurück zu unserem Auto, das an der alten Fischerskirche Parish Church stand. Die Kirche ist die an der nächsten gebauten Kirche am Meer und kann besichtigt werden. Im Inneren hängen mehre Votivschiffe an der Decke.

Wir fuhren weiter an der Küste lang und hielten in Crail, das laut unserem Reiseführer ein schönes Fischerdorf sein sollte. Das Dorf ist  heute noch einen Fischerdorf, gefischt wird heute meistens mit Reusen nach Hummer. Am Hafen gab es ein kleines Gift (Geschenke) Cafe, dort konnte man sogar noch draußen auf einer kleinen Terrasse sitzen. Da es in Schottland sogar noch wärmer als in Köln war, setzen wir uns nach draußen und tranken einen Kaffee. Dann gingen es weiter nach St.Andrews, der Geburtsort des Golfspieles und die älteste Universitätsstadt Schottlands. Wir wollten dort uns die Ruine der einst größten Kirche Schottlands anschauen, doch als wir dort ankamen, würde gerade das Tor verschlossen, dabei war es erst 16.00Uhr. Doch wir sollten noch feststellen, das im Herbst vieles geschlossen war oder früher zu machte als im Frühling, welche bis jetzt unsere Reisezeit war.  Da es noch 2 Stunden hell war, fuhren wir weiter in Richtung Stonehaven. Bei Dundee hatten wir dann leichte Probleme aus der Stadt heraus zu kommen, da die Hauptstrecke durch eine Baustelle gesperrt war und die Ausschilderung nicht besonders gut war, irrten wir in Dundee ein bißchen herum, doch irgendwann fanden wir dann den Weg. In Monifieth schrieben wir uns an der Touristeninformation die Adressen der B&B in Monifieth  und Carnoustie auf. Wir wollten in Carnoustie die Suche beginnen und mussten dort feststellen, das es mehre B&B schon gar nicht mehr gab oder zu waren. Nachdem wir in Monifeth per Mobilephone endlich ein 4 Sterne B&B erwischt hatten, klapperten wir in Carnoustie die Hotels ab und bekamen für denselben Preis des B&B auch ein Hotelzimmer. Dies nahmen wir auch und bestellten das vorherige B&B wieder ab. Da es schon recht spät war, aßen wir im Station Hotel noch lecker zu Abend. Dort stellten wir dann fest, dass die Schotten auch Herbstferien haben, was uns auf der Tour ab und zu, Probleme bereitete sollte. Doch dazu später.

 

14.10.09

Nach einem guten schottischen Frühstück gingen wir zu einem kleinen Spaziergang zum Strand und entdeckten das dort die North Sea Cycle Route entlang führt, ein Radweg , der durch alle Länder, die an die Nordsee liegen, führt. Kurz danach fuhren wir weiter in Richtung Norden. In Arbroath gab es eine weitere Abbey, die wir nun besichtigt wollten, doch als wir den Eintrittspreis von 4 Pfund sahen, schauten wir die Abbey dann doch nur von draußen an. 

In Montrose Basin machten wir einen weiteren Halt und beobachten dort eine paar Fischreiher und einen uns unbekannten Vogel. In Todhhead Point hatte ich dann wieder die Chance einen Leuchtturm zu fotografieren und nach ein paar Umwegen fanden wir ihn dann auch. Zurück auf der Hauptstraße war  das nächste Ziel Dunnottar Castle nicht mehr weit. Das Besondere hat dieser Burgruine ist die Lage, die sich auf einer Klippe befindet. Das diese Burg lange Zeit als uneinnehmbar galt, wurden dort die Kronjuwelen lange Zeit aufbewahrt. Der Blick auf das Castle ist schon fantastisch und ich machte mehre Fotos. Nun ging es vom Meer weg in Richtung der Cairngorm, das zweite Naturschutzgebiet, neben Loch Lomond und die Trossachs in Schottland. Ebenso sind die Cairngorms das Skigebiet der Schotten.  Laut unserer Karte sollte auf unserem Weg ein Wasserfall und ein Peel Ring sein, unter dieser Bezeichnung könnte wir uns nichts vorstellen. Den Wasserfall fanden wir trotz nachfragen an der nächsten Tankstelle zwar nicht, aber den Peel Ring of Lumphanan. Diese waren die Reste einer Erdhügelburg oder auch Motte genannt. Wie es für Schottland  typisch ist, stand dort auch eine Tafel mit einer Erklärung dazu. Die Burg wurde ca.1100 erbaut und wird mit Macbeth in Verbindung gebracht, da  in Lumphanan die Schlacht Malcom III gegen Macbeth um 1057 stattfand. Allerdings gab es die Burg zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht.

Da wir gestern bei der Übernachtungssuche Probleme hatten, entschieden wir uns die Suche schon früher zu beginnen. Weil in der Gegend wo wir uns gerade befanden kaum Orte waren, fuhren wir das erste B&B an, welches wir sahen. Das B&B war ein Haus, welches mitten in der Landschaft stand, drum herum war nichts. Die Übernachtung sollte 25 £ kosten, dies war für uns in Ordnung. Die Zimmer waren sehr schön eingerichtet und der Frühstücksraum befand sich in einen Wintergarten mit Blick auf ein kleines Loch. Traumhaft.

Das es erst drei Uhr war, wollen wir noch eine kleinen Wanderung unternehmen. Unsere Landlady gab uns den Tipp, dass wir an dem Pub, in welchen man auch gut essen kann genau gegenüber ein Wanderweg den Berg hoch geht und man von dort aus ein schönen Blick ins Tal hat. Also ging es erstmal in Richtung Pub, dort angekommen müssten wir leider feststellen, dass dieser wegen den Herbstferien geschlossen hatte.

Wir fuhren dann erst mal weiter zum Craigievar Castle, dort entdeckten wir eine kleine Wanderung, welche immer bergauf durch den Wald und später durch einen Ringwall führen soll. Wir entschieden uns, diesen Weg  zu gehen, die Wanderung sollte ca. 1 Stunde dauern. Innerhalb dieses Ringwalles wuchsen vogelbeerartige Bäume, welche durch die starke Feuchtigkeit mit Moos überdeckt waren. Leider vergaßen wir unsere  Wanderstiefel anzuziehen und dies sollte sich für die andern Schuhe rächen, denn der Weg war sehr matschig und irgendwann waren meine Schuhe durchnässt und somit meine Füße auch nass. Na ja aus Fehler lernt man, danach vergaßen wir nicht mehr die Wanderschuhe anzuziehen.  Nach der Wanderung meldeten sich unsere Mägen und wir machten uns auf  etwas Essbares zu finden. Kurz hinter dem Schloß war ein Hinweis auf ein Hotelrestaurant, doch auch dieses hatte geschlossen. Doch zwei Frauen arbeiteten im Garten und gaben uns lachend den Tipp nach Alford zu fahren, dort gebe es mehre Pubs, Hotels und ein Bistro, welches sehr gut sein sollte. In Alford fanden wir sogar vor dem Bistro einen Parkplatz,  doch wieder fanden wir ein Aushang, diesmal  mit folgenden Wörtern: „Familie Allen ist bis zum 18.10 in Urlaub und wandert auf den West-Highland-Way.“ Na toll, den Weg würden Jürgen und ich auch mal gerne wandern, wenn wir fit genug wären. Doch direkt gegenüber war noch ein Hotel und dort fanden wir nun etwas zu essen. Zuerst dachten wir, hoppla scheint ja ganz schön gediegen zu sein, aber die Preise in der Karte waren auf üblichem Niveau. Leider war die Musik zu dem leckeren indischen Gericht viel zu laut. Ansonsten wäre es perfekt gewesen. Der Rückweg fanden wir auch ohne Umwege, so dass wir uns im B&B einen gemütlichen Abend machten.

 

15.10.09

Da es abends schnell dunkel wurde, entschieden wir uns recht früh zu frühstücken und dann wieder aufzubrechen. Zu Beginn des Frühstückes war es draußen noch duster und erst allmählich konnten wir die Umgebung in der Dämmerung erkennen. Unterhalb des Hauses war ein kleiner See angelegt. Während wir frühstückten, zeigte uns die Landlady dass hinten auf den Feldern ein Reh äste. Das Wetter sah heute Morgen nicht besonders aus, sehr nebelig und es nieselte. Kurz danach fuhren wir dann weiter.

 

Da wir und auf den Castle Trail befanden, sahen wir uns noch ein zwei Schlossruinen und ein Schloss an. Die erste Ruine war das Kildrummy Castle, dessen Schlosshotel sehr bekannt ist und einen wunderschönen Garten hat. Normalerweise beträgt der Eintritt 5 Pfund, doch es war niemand da, der unser Geld wollte, also gingen wir einfach so rein. Der Garten leuchtete in allen Herbstfarben und war sehr schön angelegt. Leider ließ sich die Ruine nicht gut fotografieren und der offizielle Parkplatz zur Ruine war wegen der Bauarbeiten an der Brückenbrüstung  geschlossen. 10 Minuten später gab es schon wieder die nächste Ruine,das Glenbuchat Castle, dem wir einen kurzen Besuch abstatten, ein paar Fotos machten und dann ging es weiter. Kurz bevor wir die höchste Passstraße Schottland hoch fuhren, kamen wir erstmal am letzten Schloss, dem Corgraff Castle, welches keine Ruine ist, aber auch von der Entfernung nicht unbedingt wie eine Castle aussah. Nun ging es die Passstraße hoch, die teilweise eine Steigung von 20% hatte. Unten an der ersten Steigung standen zwei Radfahrer, die entweder für die Steigerung Kraft sammelten oder es sich noch einmal überlegten, ob sie eine andere Strecke fahren sollten. Oben in den Bergen sah es genauso öde aus wie auf der Strecke nach Ullapool, keine Bäume, keine Pflanze oder Tiere. Auf der Spitze waren dann die Skistation und die Lifte. Die Strecke abwärts ging auch 20% herunter und verlief wie eine Achterbahn. Kurz vor Boat of Garden fuhr neben uns eine Dampflok, leider auf der selben Höhe wie wir, so könnte ich leider kein Foto machen, obwohl die Dampfwolken in der Landschaft einfach perfekt passten. Im Ort Boat of Garden erwischte ich dann die Dampflok am Bahnhof.

In Aviemore ließen wir uns über die Touristeninformation ein B&B besorgen, das kostete uns zwar 4 € extra, aber wir waren die Suche los. Gleichzeitig kauften wir noch den kleinen Wanderführer von der Gegend. Aviemore ist durch und durch ein Touristenort, denn soviel Leute hatten wir bis jetzt im schottischen Hochland noch nie gesehen.

Wir hatten uns schon Zuhause ein paar Wanderungen aus dieser Gegend ausgedruckt und wollten nun um das Loch an Eilein, mit der Möglichkeit  ein weiteres Loch zu umrunden, erwandern, als wir dort ankamen müßten wir erstmal 3 Pfund Eintritt bezahlen, so was hatten wir auch noch nicht. Wir gingen nicht den offiziellen Weg, sondern wenn es möglich war, anfangs unten am See lang. Das Wetter lockerte sich auf und als wir an der Insel mit der Burgruine waren, kam die Sonne heraus und tauchte die Landschaft in die tollsten Herbstfarben. Da die Wanderung durch die ganzen Fotosstops länger dauerte als gedacht, umrundenden wir nicht mehr das zweite Loch, sondern machten stattdessen noch ein paar Langzeitbelichtungen an einen Bach. Zum Schluss trafen wir noch einen Schotten, welcher sich noch längere Zeit mit uns unterhielt und gab uns auch noch einen guten Tipp, wo wir noch lecker essen gehen könnten. Dort fuhren wir auch hin und aßen wirklich sehr gut. Anschließend sichteten  wir in unserem Zimmer noch die Bilder und machten uns noch einen ruhigen Abend.

 

16.10.2009

Heute Morgen war das Wetter perfekt und ich stand sehr früh auf, um am Loch Garden Fotos zu machen. Die Nacht war wolkenlos und es hatte gefroren. Zum Kratzen hatte ich leider nichts, so müsste ich die Fenster des Autos mit der Heizung frei bekommen. Als ich am Loch Garden an kam dämmert es schon, ich war etwas  zu spät auf gestanden. Trotzdem entstanden eine Reihe schöner Fotos und ich war zufrieden. Auf der Rückfahrt war es schon so hell, das ich keine Lichter mehr einschalten brauchte. Plötzlich stand 10m vor mir entfernt ein Hirsch auf der Straße und schaute mich an. Unterwegs ging machte ich noch ein paar Nebelfotos.

Jürgen war im Zimmer geblieben, als ich wieder zurück kam, frühstückten wir erstmal in Ruhe. Dann ging es wieder los. Für heute morgen hatten wir uns eine weitere Wanderung vorgenommen, wir wollte zu einer alte Brücke gehen. Wir fuhren nach Carrbridge, dessen Name sich von einer alten Brücke herleitet, die auch noch zu sehen ist. Der Fluss eignete sich perfekt für Langzeitbelichtungen und so machte ich welche. Nun suchten wir den Anfang unserer Wanderung und fanden diesen auch bald. Der Weg begann an einen Birkenwald, der durch die Morgensonne gelb leuchtete und das Heidekraut fing gerade an zu blühen. Zwischen durch blitzte der Fluss Dulnain durch und der Ausblick erinnerte an den Indian Summer in Kanada. Als wir aus dem Auto ausstiegen fotografierte bereits vor uns jemand anderes diese Szenerie. Da es noch recht früh am Morgen war, waren wir auch ganz allein und irgendwann sprang ein Reh in den Wald. Wir gingen den ehemaligen Militärweg weiter bis zur Brücke. Im Gegensatz zur Brücke in Carrbridge konnte man diese auch noch überqueren und auf der anderen Flussseite sah man noch eine alte Crofterruine. Da wir nicht genau auf unseren Plan sehen konnten, ob es ein Stückchen stromaufwärts eine zweite Brücke  gab, gingen wir leider denselben Weg wieder zurück. In  Aviemore gingen wir noch einkaufen und ich wollte endlich mal Fish und Chips essen, aber bitte ohne Essig. Also gingen wir in einen Imbiss und bestellten uns dieses. Danach suchten wir uns einen netten Parkplatz und verzehrten die Portion. Der Fisch war lecker, die Fritten waren, na ja: okay.

So langsam mussten wir uns auf den Rückweg nach Edinburgh machen, da morgen um 12.30 unsere Maschine Richtung Heimat fliegt. Wir fuhren solange Nebenstrecke wie es ging, machten noch einen kleinen Spaziergang an einem kleinen Flüsschen, welches nicht weit entfernt in den River Spey mündete. Dann ging es auf die A9, einen Art Autobahn in den Highlands. Nun kam lange Zeit erstmal kein Ort und unser Tank würde immer leerer, denn in Aviemore wollten wir nicht tanken denn dort war das Benzin in Schottland am teuersten. Dann passierte auch noch was, was wir in Schottland noch nie hatten, wir kamen in 3! Staus. Gegenüber den Staus, die wir vom Kölner Ring teilweise gewöhnt sind, waren diese allerdings noch harmlos. In Pitlochry konnten wir dann endlichtanken, es wurde langsam auch Zeit, denn die Tankfüllung zeigte, dass ich nur noch 12 km weiter gekommen wäre. Eigentlich wollten wir noch den Queen Views am Loch Tummel ersteigen, doch dazu reichte unsere Zeit leider nicht mehr. Wir sahen uns die Schottlandkarte noch einmal genauer an und entschieden dass wir noch bis Loch Leven fahren, ein See ca. 40 Meilen von Edinburgh entfernt. Auch hier war die B&B – Suche wieder problematisch, mehrere B&B waren belegt, doch eine Landlady war so freundlich und hat für uns herum telefoniert und 5 min später hatte wir einen Ort weiter einen Übernachtungsplatz, diesmal ein 4 Sterne B&B . Als wir dort ankamen, sahen wir ein Herrenhaus. Wir wurden von der Besitzerin freundlich begrüßt und dann zeigte sie uns das Zimmer. Die Zimmer waren sehr schön in typischen englischen Stil eingerichtet. Die Landlady gab uns noch einen Tipp, wo man gut essen gehen könnte. Vorher wollten wir noch zum Loch Leven, doch es war gar nicht so einfach ans Ufer zu kommen, da viele Felder am Ufer grenzten. An einen Parkplatz kamen wir dann doch an den See und genossen noch den schönen Abend. 

Der See ist dafür bekannt, dass um diese Zeit die Graugänse dort auf ihrer Reise von Island in den Süden Pause machen. Wir sahen kurz darauf auch die ersten Gänse, ca. 120-150 Stücke, darauf meinte Jürgen, soviel sind es doch nicht. Während ich noch Fotos mit Abendstimmung machte, hörten wir plötzlich ein geschnatterte und dann sahen wir sie auch schon, diesmal waren es ein paar hundert Gänse, die auf den Anflug auf den See waren. Da sie im hinteren Teil landeten, könnten wir sie nicht weiter beobachten. Kurz darauf hörte ich dann auch mit fotografieren auf und wir fuhren zum Pub. Das Essen war wieder einmal sehr lecker und wir genossen unseren letzten Abend.

 

17.10.09

Den heutigen Morgen nutzte ich noch einmal um ein paar Foto im Morgenlicht zu machen, Anschließend frühstückten wir noch in aller Ruhe, packten unsere Sachen und fuhren dann zum Flughafen. Die Abgabe des Autos ging schnell von statten, das Einchecken ebenso.

 

Fazit: Wieder einmal hatten wir Schottland von seiner traumhaften Seite kennen gelernt und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort. Doch unser Hauptziel wird der Westen und Highlands bleiben, da die Gegend landschaftlich schöner und rauer ist. Die Herbstzeit empfand ich als Fotografin teilweise noch schöner, als den Frühling.

 

Weitere Bilder gibt es unter Fotoalbum Schottland 2009 zu sehen.

Begleitende Literatur:

Walks Speyside: Aviemore & Glenmore 2.95 £ ISBN: 9781872405179 pocketwalks.com

Begleitende Musik:

Runrig:    Everything you see

                Long distance

                The big wheel

                Searchlight

U2:          The best of 1980-1990

From B to B (From Butt to Barra ) Sampler mit Musikerinnen und Musikern der Äußeren Hebriden